Im folgenden versuchen wir den Begriff Airsoft zu erklären, wenn ihr mehr über unser Team unsere Regeln, Philosophie und Einstellung wissen möchtet, schaut bei "Über uns"




Was ist eigentlich Airsoft?

Airsoft (auch: Softair) ist ein taktisches Geländespiel, welches mit sog. Airsoft-Markierern gespielt wird. Dabei ist das Grundprinzip ähnlich wie bei Paintball: Ein gegnerischer Spieler kann aus dem Spiel befördert werden, indem man ihn trifft. Anstatt der farbigen Paintballs werden bei Airsoft Kunststoffkugeln verwendet. Das setzt bei Spielen einen hohen Grad von Fairness voraus, da man Treffer nicht anhand von Farbflecken nachweisen kann. Das eigentliche Ziel des Spiels ist jedoch vom Spieltyp abhängig. Im Gegensatz zu z. B. Fussball, ist Airsoft nicht an ein spezielles Spielfeld gebunden. Als Spielfelder eignen sich sämtliche Geländetypen wie z. B. Wälder, Kiesgruben, alte Industriegelände und Hallen. Wird ein Spieler getroffen, so gibt er mit einem lauten "HIT" den Treffer bekannt und verlässt das Spielfeld so, dass die anderen Mitspieler erkennen können, dass er nicht mehr im Spiel ist. Der getroffene Spieler begibt sich daraufhin zur Safezone. Darin müssen die Waffen gesichert sein und es darf nicht in Richtung der sich dort befindlichen Spieler geschossen werden. Bei Spieltypen wie z. B. Capture-the-flag dient diese Zone auch dem Wiedereinstieg ins Spiel. Da diese BB's Geschwindigkeiten von bis zu 190 Meter pro Sekunde erreichen ist es obligatorisch eine Schutzbrille während des Spiels zu tragen. Muss während eines Spiels die Brille abgenommen werden, wird das Spiel gestoppt.

Spielgeräte: ASG's (Airsoftgun) sind vom Aussehen her echten Waffen nachempfunden, bestehen aber größten Teils aus Plastik. Höherwertige Modelle hingegen werden aus Metall hergestellt und wiegen das Gleiche wie eine originale Waffe. Bei solchen Modellen wird bei der Herstellung auch mehr auf Details geachtet. Bei vielen Airsoftspielern gehört das Tunen ihrer Waffen dazu. Hierbei werden Teile mit höherer Qualität und Leistung verbaut, oder Zubehör wie z. B. Zielvisiere oder andere Schulterstützen etc. angebracht. Das anbringen von Lasern oder Lampen ist in Deutschland jedoch verboten und unter Airsoftspielern deshalb auch meist verpönt. Änderungen an waffenrechtlich relevanten Teilen sowie leistungssteigernde Maßnahmen sind in Deutschland nur zugelassen, wenn sie durch einen Büchsenmacher durchgeführt werden. Anders als bei Paintball wird bei Airsoft ohne Farbmunition gespielt. Es ist Farbmunition für Airsoftspielgeräte erhältlich, doch wird auf deren Anwendung in der Regel verzichtet, da es zu Verschmutzungen durch im Lauf platzende Kugeln kommen kann (auch Laufplatzer genannt). Normalerweise werden Kunststoffkugeln - so genannte BB's - mit einem Durchmesser von 6, seltener 8 mm und früher auch 5,5 mm verwendet, die per Federdruckluft oder Treibgas auf eine Geschwindigkeit von ca. 60-190 m/s beschleunigt werden. Diese BB's gibt es sowohl als billige Plastik Ausführungen mit geringer Qualität in großen Mengen für wenig Geld (meist zu erkennen an knallig bunten Farben), als auch als höherwertige Munition ohne Grate oder Dellen an den Kugeln. Außerdem gibt es noch die Bio-BB's, welche aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen, welche sich innerhalb einiger Monate im Freien zersetzen sollen. Letztere sind zwar etwas teurer, meist aber auch höherwertiger als gewöhnliche Munition und sollte vorzugsweise eingesetzt werden. Ein verantworungsbewusstes Umgehen mit den Markierern wird dabei von aktiven Spielern als Selbstverständlich vorausgesetzt.

Ausrüstung: Neben dem Sportgerät gehören auch andere Gegenstände zur Ausrüstung. Diese wird von jedem Spieler individuell seinen Bedürfnissen entsprechend gewählt. So findet man beim Grossteil der Spieler militärische Tarnanzüge, Munitionswesten, Halfter, Handschuhe, Funkgeräte und vieles mehr. Seit kurzer Zeit sind auch speziell für Airsoft ausgelegte Anzüge und Ausrüstungsgegenstände erhältlich und keine Tarnungen echter Armeen verwenden, um den sportlichen Charakter von Airsoft zu betonen. Der Tarnanzug verschafft einem Spieler die Möglichkeit, sich optimal seiner Umgebung anzupassen, damit Spielzüge wie Hinterhalte und Überraschungsangriffe erst möglich werden. Ebenso verschafft das Funkgerät die Möglichkeit, effektiv als Team zusammen zu arbeiten. Bei den Ausrüstungsgegenständen, gilt wie in (fast) jedem anderen Sport, dass man hier die freie Auswahl hat. Zwar gibt es Clubs und Vereine, die in einheitlicher Uniform und Ausrüstung spielen, doch dies ist nicht die Regel. Eine "Anfängerausrüstung" kostet in Deutschland inklusive Waffe durchschnittlich 300€. Die Preise sind aber sehr variabel, da die meisten Softairspieler ihre Ausrüstung immer wieder erneuern und ihre alte, meist für wenig Geld, wiederverkaufen. Bei der Ausrüstung zählt in erster Linie die Sicherheit des Spielers, das heißt, die Augen müssen Grundsätzlich durch Qualitätsschutzbrillen geschützt sein. Bei neuen Spielern wird daher nicht selten ein Beschusstest der Brille durchgeführt, indem diese auf kurze Distanz mit gezielten Schüssen auf bekannte Schwachstellen beschossen werden. Dabei hat natürlich kein Spieler die zu testende Brille an.

Waffenrechtliches: In Deutschland sind Airsoft-Waffen, sofern sie eine Geschossenergie von mehr als 0,5 und weniger als 7,5 Joule haben, ab 18 Jahren frei verkäuflich. Sie müssen jedoch mit einem "F" im Fünfeck gekennzeichnet sein. Besitz und Transport ist auch ohne Waffenschein möglich, das schussbereite Führen in der Öffentlichkeit dagegen nicht (ebenso wie bei Luftgewehren). Liegt die Energie von Airsoft-Waffen über 7,5 Joule, sind sie Waffenbesitzkarten-pflichtig (Luftgewehre). Airsoft-Spielzeuge, welche eine Geschossenergie von weniger als 0,5 Joule besitzen und mit Federdruck arbeiten (wobei die Feder entweder von Hand oder durch einen Elektromotor gespannt wird), unterliegen laut Feststellungsbeschluss des Bundeskriminalamts vom 18. Juni 2004 nicht mehr den Bestimmungen des Waffengesetzes und sind frei ab 14 erhältlich. Letztlich gibt es eine dritte Gruppe von ASGs, welche jugendfrei ist; diese Softairs haben eine Geschossenergie von weniger als 0,08 Joule und werden mit Elektromotor oder Federdruck betrieben. Dabei ist zu beachten, dass sich die deutschen Gesetze vom EU-Recht unterscheiden. Hier sind alle Waffen, die über den oben angegebenen Joule-Zahlen liegen, keine Waffen und nicht Waffenbesitzkarten-pflichtig sondern definierte Spielzeuge. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert ein Verbot von Softair-Waffen, da sie scharfen Pistolen und Gewehren detailgenau gleichen. So sind sie prädestiniert dafür, bei Raubüberfällen eingesetzt zu werden. Selbst geschulten Beamten ist es auf den ersten Blick nicht möglich, auf der Straße oder in einer Stresssituation zu erkennen, ob es sich um eine echte Maschinenpistole oder um eine Softair-Version handelt. Zur Zeit ist der Verband Deutscher Softair Player (VDSP) im Aufbau. Der Verband möchte sich für die Interessen und Zeile seiner Mitglieder in dieser Sportart einsetzen. Ein weiteres Ziel des Verbandes sind einheitliche Regeln und Abläufe für diese Sportart, damit es keine Probleme mit dem Gesetzgeber oder öffentlichen Einrichtungen (Polizei, Umweltamt, Ordnungsamt usw.) gibt. Eine bundesweite Terminliste über Spiele und Treffen wir es auch geben. Geplant sind Meisterschaften auf Kreis,- Landes,- und Bundesebene.